Meditation: Herzstück chinesischer Medizin Chinesische Kräuter wichtiger als Akupunktur?
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Ulrich O. H. Frieling am 28.03.2006

Hat die Chinesische Medizin spezielle Ratschläge, wie man gesund alt werden kann?

Tatsächlich war das im alten China für die Medizin ein ganz besonderes Thema für die Ärzte, was sich in vielen Arzneimittel-Rezepturen, Körperübungen und Empfehlungen zur Lebensführung ausdrückte. So gab es mehrere Energie ergänzende Rezepte, die dieses Ziel im Namen führten, so z.B. die Pille mit den 8 Unsterblichen für langes Leben. Im Vordergrund steht dabei immer die Stützung des Funktionskreises Niere. Nun gehöre ich einer Schule an, die vor all zu heftigen Stützrezepturen warnt und stattdessen die Wiederherstellung eines natürlichen Energieflusses anstrebt mittels Reinigung der Säfte und Befreiung des Qi von emotionalen und immunologischen Blockaden. Dabei geht es sehr oft um die Verstopfung/Verschlackung/Blockierung der Mitte (Funktionskreis Milz und Magen). Die Mitte unterhält aber auch das Nieren - Qi und sorgt so für die Ausnutzung seines Potentials.

Aber ein paar spezielle Tipps direkt für die Nierenenergie sollen doch noch an dieser Stelle verraten werden:

Ein alter Ratschlag ist die tägliche Aktivierung per Massage des Quellpunktes der Nierenleitbahn (http://www.ratgeber-tcm.de/2/24,wechseljahre-tcm.php ) und eine Atemtechnik zur Verstärkung der Nierenenergie , die sogenannte Knochenatmung (http://www.ratgeber-tcm.de/2/24,wechseljahre-tcm.php ). Beides habe ich schon in einem Vortrag über die Wechseljahre erläutert, der im Archiv steht. Die dort erwähnte Kraftsuppe für das Nieren-Qi (http://www.ratgeber-tcm.de/2/24,wechseljahre-tcm.php ) gehört schon fast zu den Stützrezepturen, die auch problematisch sein können. Eine gelegentliche Einnahme, besonders im Winter oder in Erschöpfungsphasen ist jedoch sicher nützlich und unproblematisch.

Besonders wertvoll für die Nierenenergie sind Nüsse und Kerne, von denen sogar einige im chinesischen Arzneibuch Aufnahme gefunden haben. Walnüsse und Sesam möchte ich Ihnen besonders ans Herz bzw. die Nieren legen. Der weisse Sesam findet sich z. B. im Gomasio, das sie in Bioläden erhalten und über Salate, Gemüse (lecker auf Spinat!) oder Brotaufstriche streuen können. Oder im Tahin, einer Sesampaste, die man mit etwas Wasser anrührt und mit Petersilie, Gurkenstückchen etc. verfeinert wunderbar aufs Brot streichen kann. Der Nierenenergie stärkende Effekt spiegelt sich auch in den Erkenntnissen der westlichen Ernährungswissenschaft: Walnüsse haben eine schützenden Effekt vor Krebs (Link auf den EPIC-Beitrag), Sesam enthält sehr viel Calcium, was zur Vorbeugung von Osteoporose dient, Sesamöl senkt den Bluthochdruck ( vista verde news - Bluthochdruck: Sesamöl spart Medikamente).